Wein und Ei – Geht das?

Foto: Günter KarglDass Wein sich als idealer Speisenbegleiter anbietet, ist mittlerweile eine Binsenweisheit. Vielmehr kreist die Welt der Gourmets häufig um die Frage, welcher Wein zu welchem Gericht passt, bei welchen Speisen man hingegen auf Wein verzichtet. Irgendwann wird die Frage aufgeworfen, wie es Wein und Ei miteinander halten. Leider handelt es sich um keine Idealkombination. Zu Gerichten aus oder mit Ei, besonders solchen mit viel Eidotter, passt kein Wein, da der Dotter den Gaumen mit einer hauchdünnen Schicht überzieht und die Geschmacksknospen im Mund blockiert. Dadurch schmeckt der dazu gereichte Wein häufig metallisch.

 

Aber wenn schon Wein und Spiegelei – die direkte Kombination – nicht zueinander passen, so vertragen sich andere Eiergerichte doch mit Wein. Zu Omeletten, Soufflés, Käseaufläufen eignen sich Neuburger, Müller-Thurgau, Traminer oder auch Rotgipfler als Begleiter. Eier in Saucen oder Soufflés stellen überhaupt kein Problem dar. Zu einer Sauce hollandaise etwa – die Spargelzeit kommt bestimmt – sind ein Sauvignon blanc oder ein junger Chardonnay geradezu ideal. Wer es etwas Luxuriöser mag: Wachteleier mit ihrer leichten Konsistenz passen hervorragend zu Champagner.

Auch wenn Wein und Ei nicht unbedingt die Traumkombination ergeben, so schließen sie einander nicht gänzlich aus. Und ganz Vorsichtige halten sich in der Zeit vor Ostern ohnehin ans Fastengebot, um sich zu Ostern mit Osterschinken in Brotteig und einem reschen Welschriesling langsam wieder an komplexere lukullische Genüsse heranzutasten.

M.M.W.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wein & Lied

Wer kennt nicht die bekannten Heurigenlieder wie „Die Reblaus“, „Es wird a Wein sein“ oder „A tulli Weinderl (Dös is’ der Wein, den der Wirt selber sauft)“? Während der Wein in Heurigen- und Wienerliedern sehr häufig besungen wird, ist er in Kompositionen aus anderen Genres selten zu finden.

Aus diesem Grund wird im Jahr 2007 der Preis für Wein und Kunst „Vinum et Litterae“ für die besten Lieder zum Thema vergeben. Als Juryvorsitzender und künstlerischer Leiter konnte für „Vinum et Litterae 2007“ der Komponist und Geigenvirtuose Toni Stricker gewonnen werden. „Mit diesem Wettbewerb möchten wir Komponisten und Autoren gleichermaßen animieren, den Wein in einer Vielfalt von musikalischen Facetten zum Ausdruck zu bringen – vom Kunst-, über das Wienerlied bis hin zum Pop“, hofft Stricker auf eine Vielzahl unterschiedlicher Stilrichtungen. „Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt“, schmunzelt der Musiker.

Die zehn besten Lieder werden Mitte November 2007 bei der feierlichen Abendgala im Kloster Und in Krems prämiert.

 

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