Veranstaltungen

Oktoberfest bei Gabi

Vom 26. bis 27. 9. 2008 findet bei Gabi in seinem „Bier- und Grillhaus am Naschmarkt“ in der Nähe der U-Bahn-Station Kettenbrückengasse das erste Naschmarkt-Oktoberfest mit Bier von Stiegl, Weißwürsten, Gulasch und Bretzeln statt.

Höhepunkt am Samstag, den 27. 9.: Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann, assistiert von DI Ernst Schreiner (Stiegl-Braumeister), zapft das saisonale Bier „Herbstgold“ an.

Dem verwunderten Leser stellen sich gleich mehrere Fragen: warum ein Oktoberfest mit Bier in der Weinmetropole Wien und dann ausgerechnet Bier von einer Salzburger Brauerei, obwohl auch in Wien gutes Bier produziert wird?

Lassen Sie uns einen kleinen Abstecher in die Biergeschichte, aber auch einen etwas kürzeren in die Wiener Stadtgeschichte machen.

Acht Brauereien gibt es am Ende des 15. Jahrhunderts in Salzburg. Arbeit gibt es genug für die neue Brauerei Stiegl. Das Wasser ist oft von schlechter Qualität und die Nahrung knapp. Also trinkt man Unmengen des nahrhaften Bieres, das allerdings weit weniger Alkohol enthält als heute.

Foto: Rita NeumannAuch im späten Mittelalter ist Bier in vielen Gegenden Mitteleuropas das wichtigste Getränk. Sogar Löhne werden in flüssiger Form ausgezahlt. 1516 erlässt der Bayernherzog Wilhelm IV. ein Reinheitsgebot: Es legt fest, dass in Deutschland für die Herstellung von Bier nur Wasser, Gerstenmalz, Hefe und Hopfen verwendet werden dürfen. Das gilt bis heute.

Das Reinheitsgebot ist damit die älteste Lebensmittelvorschrift der Welt!

Der Schwechater Bierbrauer Anton Dreher (1810–1863) erkennt, dass untergäriges Bier eine ordentliche Kühlung braucht. Er legt riesige Keller an und lagert Eis ein. Das sorgt für die niedrigen Temperaturen, die untergärige Hefe zum Gären braucht. Drehers Bier schmeckt besser als das rasch erzeugte obergärige Sommerbier, das bei 15 bis 20 Grad gärt. Das neue Bier ist haltbarer, daher der Name Lagerbier bzw. Märzenbier. Doch bei aller Technik bleibt Bierbrauen eine alte handwerkliche Tradition. Kein Computer kann die geschulten Sinne des Braumeisters ersetzen. Die Technik ergänzt das in vielen Jahrhunderten erworbene Wissen der Brauereien.

2007 unterschrieb der Stiegl-Eigentümer Dieter Kiener einen langfristigen Abnahmevertrag mit der Hopfenbaugenossenschaft Mühlviertel. Mit diesem Vertrag wollen die Salzburger Bierbrauer erreichen, dass sie bis 2012 ihren gesamten Bedarf im Mühlviertel decken und den Bauern höhere Preise gewährleisten können. Stiegl bezieht dann alle Rohstoffe von einheimischen Bauern. 1330 läutete in Wien erstmals die „Pirglockhen“ als Zeichen der Sperrstunde für die Bier- und Weinlokale. Wien wuchs und damit dieser Ton nicht zu überhören ist, wurde 1546 die „Bierglocke“ im Stephansdom durch eine neue, deutlich kräftigere ersetzt. Der Handel mit Bier bzw. das Ausschenken desselben dürfte recht lukrativ gewesen sein, führte doch Rudolf IV 1359 das „Ungeld“, eine zehnprozentige allgemeine Getränkesteuer auf Wein, Met und Bier, ein, um daran mitzunaschen. Am 28. 6. 1680 wurde durch ein Patent die Einhebung einer Biersteuer durch „Bierschreiber“ eingeführt.

1832 gab es in Wien ca. 80 Kaffeehäuser, 50 Weinschenken und 500 Bierlokale. Am 25. 10. 1912 um 20.30 Uhr wurde das Bierkabarett „Simplicissimus“ in der Wollzeile 34 eröffnet. Der Eintrittspreis von 50 Heller deckte selbst bei gutem Besuch nicht die Kosten; zum Geschäft wurde der „Simpl“ erst durch das während jeder Vorstellung frisch angeschlagene Pilsner Bier. Am 21. 6. 1947 gab es für die Wiener etwas zum Jubeln: „Es gibt wieder Bier“, lautete ein Bericht in der Zeitung „Neues Österreich“.

Und nun, Ende September 2008, ist es soweit, einheimisches Bier aus einheimischen Rohstoffen, Würste und Fleisch, geliefert von den Naschmarkt-Bauern aus dem Waldviertel, Musik und einem Kinderprogramm am Naschmarkt.

„Internationale Gerichte in bester Lage“

Der Naschmarkt im Zentrum Wiens ist bekannt für sein internationales Flair. Genau so bunt und vielfältig sind die Speisen im Grill- und Bierhaus am Naschmarkt.

In bester Lage, neben typisch Wiener Kaffehäusern und Sushi-Bars, befindet sich das gemütliche Grill- und Bierhaus am Naschmarkt. Bei so viel internationalem Flair werden den Gästen hier nicht nur österreichische Gerichte, sondern auch griechisches Souflaki, türkisches Kebab, oder mazedonisches Cevapcici kredenzt.

Die Spezialität des Hauses ist jedoch hausgemachtes Burek, das jeden Freitag von 13:00 bis 16:00 Uhr life gebacken wird. „Burek ist ein Teiggericht vom Balkan, das auf Backblechen zubereitet wird. Gefüllt werden die Teigtaschen bei uns mit Schafkäse und Spinat, Faschiertem oder nur mit Schafkäse“, erklärt der Wirt, Gabriel Abramov.

Angeboten werden den Gästen auch die verschiedensten Biersorten, die im schattigen Gastgarten, der Platz für 180 Personen bietet, besonders gut schmecken.

Kein Wunder, dass auch Stiegl-Braumeister Schreiner auf seiner Tour durch Österreich im Grill- und Bierhaus am Naschmarkt vorbei schaute.

Neben Stiegl-Goldbräu aus dem Fass und Stiegl-Weizengold aus der Flasche serviert der Wirt immer öfter das Paracelsus Zwickl von Stiegl. Dieses Bier ist zu 100 Prozent aus österreichischen Rohstoffen aus kontrolliert biologischem Anbau. „Das Paracelsus Zwickl haben wir zwar erst seit kurzem im Sortiment, aber schon jetzt ist es der Renner bei unseren Gästen.“, so Abramov. Übrigens: Beim Grill- und Bierhaus am Naschmarkt stehen auch genügend Parkplätze zur Verfügung.

Grill- und Bierhaus am Naschmarkt
Naschmarkt 668-670
Tel. 0664/1377777
Montag bis Samstag 7:00 bis 22:00 Uhr
Sonntag geschlossen.

Veranstaltungen am Naschmarkt

>>> Oktoberfest bei Gabi
26.27. 9. 2008

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