Medienecke

Annegerd Hiete
Der Wiener Naschmarkt – Das Gasthaus „Zur Eisernen Zeit“ und ich

Wir dürfen in diesem prachtvollen Bildband Annegerd Hiete bei ihren Einkäufen begleiten und an ihrem geselligen Leben teilnehmen, erfahren augenzwinkernd diverse Anekdoten und begeistern uns am etwas schroffen, aber auch liebenswerten Charme des Marktvolkes.

Angereichert wird diese „Liebeserklärung“ durch exemplarische Gedichte – schallend gelacht habe ich über das Gedicht mit dem Knoblauch und den Winden –, aber auch durch urtümliche Wiener Rezepte wie der Zubereitung von Schweinsohren. Die Bezirksvorsteherin von Mariahilf, Renate Kaufmann (im Bild rechts), lud die Autorin (im Bild links) zur Buchpräsentation in den Festsaal des Amtshauses.

Eigenverlag, 237 Seiten, durchgehend vierfärbig, EUR 49,-

 

Bestellungen sind über "Der Naschmarkt" möglich > redaktion@wienernaschmarkt.eu oder über die Autorin (Tel. 0664 795 17 96)

Auszug:

Wie man in Wien zu Spitznamen kommt

Ich will mich mit einer Bekannten treffen. Wir freuen uns schon auf unser Wiedersehen und ein paar gemütliche Stunden in der „Eisernen Zeit“. Sie ist am Naschmarkt aber nicht wirklich „zu Hause“ (welcher Wiener ist das schon?). Sie steigt an der Station Kettenbrückengasse aus der U 4 und geht, nach meiner Anweisung, stadteinwärts.

Sie kennt sich nicht mehr aus und fragt einen Weinhändler, wo denn hier die „Eiserne Hand“ sei. Darauf antwortet ein Gast des Weinhändlers, der gerade sein wohlverdientes Frühstück (in Form eines Stifterls) trinkt: „Se manan woi de Eisane Zeid, wö de „Eisane Haund“ is im Proda.“ Er beschreibt ihr den Weg genau und sie findet zu mir. Erzählt mir die Geschichte. Und meint, sie hätte leider einen Sandler* fragen müssen, wie sie die „Eiserne Zeit“ finden könne. Aber er sei sehr höflich gewesen. Sie hat mich also gefunden und wir trinken unseren weißen Spritzer. Die Tür geht auf, der vermeintliche Sandler kommt herein. Sie stößt mich mit dem Ellbogen an und sagt: „Schau, da kummt da Sandla, dea ma gsogt hod, wo du bist.“ Und da muss ich dann doch lachen: Der Sandler ist ein Wirt, der ein sehr gutes Weinlokal im 7. Wiener Bezirk betreibt, das ich auch schon einige Male besucht habe. Seit dem Zeitpunkt heißt der gute Mann nur noch der „Sandler-Peter“ (immerhin gibt es genügend Peters in der „Eisernen Zeit“).

* Frei nach Roland Girtler: „Ich lernte bei einer meiner Studien einen so genannten Sandler kennen, wie man in Wien Männer nennt, die auf der Straße leben und eine mehr oder weniger noble Distanz zur Arbeit haben“.

 

 

 

 

 

 

 

 

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