1. Bauphase (Stand: 3. 5. 2011)

Während der 1. Bauphase am Naschmarkt, hatten die Kolleginnen und Kollegen mit sehr starken Beeinträchtigungen zu kämpfen.

Bei den Grabungsarbeiten stoßen die Baufirmen immer wieder auf unerwartete Hindernisse, wie etwa das Mauerwerk des U-Bahn-Systems. Dadurch verzögert sich der Baufortschritt.

Der 1. Bauabschnitt soll nun bis Mitte/Ende Mai abgeschlossen sein.

Das Marktamt steht in Zusammenhang mit Warenausräumungen und verkaufsbezogenen Anliegen unterstützend zur Seite und kommt den Standbetreibern auch bei teilweiser Öffnung der Stände mit Reduzierungen der Marktgebühren entgegen.

Die Informationen durch die MA 34 und MA 59 betreffend der einzelnen Baumaßnahmen und Nutzung der Ausweichhütten sind vorbildlich.

Ich möchte alle KollegInnen nochmals bitten, sämtliche Renovierungsarbeiten, Einbauten von Fettabscheidern, Wasserzuleitungen oder sonstige Arbeiten, aber auch Urlaube oder andere geplante Termine mit dem Zeitraum der Umbauphasen abzustimmen. Damit kann wertvolle Zeit genützt und auch Geld gespart werden.

Naschmarkt-Hotline: 01/4000-8059
Forum: Über ein Forum im Internet können Gedanken und Anregungen zur Sanierung online ausgetauscht und diskutiert werden: www.wien.gv.at/forum-naschmarktsanierung/index.php

Akan Keskin


 

Spatenstich für die Naschmarkt-Sanierung (30. 8. 2010)

Hotline und Forum

 

Mit Beginn der Bautätigkeit wurde eine Naschmarkt-Hotline eingerichtet. Fachkundige Bedienstete des Bau- und Gebäudemanagements (MA 34) stehen für etwaige Anfragen zur Verfügung.

Naschmarkt-Hotline: 01 4000-8059

Über ein Forum können Gedanken und Anregungen zur Sanierung online geteilt und diskutiert werden:

Forum Infrastruktusanierung Naschmarkt

 

Am Naschmarkt befinden sich rund 120 Marktstände, die zwischen 1910 und 1916 errichtet wurden. Seit 1919 besteht der Naschmarkt in seiner derzeitigen Größe. Nach mehr als 100 Jahren ist eine grundlegende infrastrukturelle Sanierung und Revitalisierung notwendig. Das äußere Erscheinungsbild des Marktes soll durch die Sanierungsarbeiten grundsätzlich nicht verändert werden.

Alle Wasser- und Stromleitungen sowie Kanalisation und Regenwasserabfluss werden komplett erneuert. Zusätzlich wird eine moderne Abfallverdichtungsanlage errichtet. Die Problemstoffsammelstelle der Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) soll ebenfalls untergebracht werden. Die Vergabe der Flohmarktplätze sowie der Marktplätze des Landparteienplatzes wird auch in dieses Gebäude übersiedeln. Eine komplette Oberflächensanierung soll den Naschmarkt zudem weitgehend barrierefrei machen.

Zeitplan

  • Am 28. August 2010 erfolgte der Spatenstich durch KonsumentInnenschutzstadträtin Sandra Frauenberger und Mariahilfs Bezirksvorsteherin, Renate Kaufmann.
  • Am 30. August 2010 starteten die Bauarbeiten. Die Arbeiten begannen im Bereich der Rechten Wienzeile gelegenen Freifläche, die bisher für Parkzwecke genutzt worden ist.
  • Zu Beginn des Jahres 2011 wird im Bereich der Linken Wienzeile der Müllplatz sowie das neue Gebäude, das im Anschluss daran errichtet werden soll, in Angriff genommen.
  • Die Marktparteien werden vor ihren Marktständen erst im Laufe des Jahres 2011 betroffen sein.
  • 2015 sollen die Arbeiten fertig sein.

 

Neuer Anschlag auf das Erscheinungsbild des Naschmarktes!

Nach der mutwilligen Demolierung der historischen Jugendstil-Kandelaber droht nun eine weitere Verschandelung des denkmalgeschützten Wiener Wahrzeichens: Im Zuge der Neugestaltung des Marktes soll entlang der Linken Wienzeile eine langgestreckte Müllzone eingerichtet werden – umgeben von einem potthäßlichen Lochblech-Zaun.

Es stimmt schon: Der derzeitige Müllplatz an der Linken Wienzeile gegenüber dem Grünwald-Park ist höchst unansehnlich. Müllpressen, Container und ein Kühlraum stehen kreuz und quer in der Gegend herum und bieten einen ziemlich desolaten Anblick. Noch dazu kommt es dort ständig zu illegalen Müllablagerungen.

Im Rahmen der Naschmarkt-Renovierung wird auf diesem Platz ein neues Gebäude mit verschiedenen Einrichtungen des Marktamtes errichtet werden. Dessen äußeres Erscheinungsbild ist den historischen Naschmarktständen angepaßt und fügt sich im Großen und Ganzen recht gut in die Gesamtarchitektur ein.

Ganz anders jedoch die neue gegenüber der Laimgrubengasse geplante 28,80 Meter lange und 6,40 Meter breite Müllzone: Die Gestaltung der Einfriedung ist der absolute Hammer! Ein 2,50 Meter hoher Zaun, der an den Hochsicherheitstrakt einer Sonderstrafanstalt erinnert: Auf einem Betonsockel sind sogenannte Lochblechfelder montiert, deren Optik zum Naschmarkt paßt wie die Faust aufs Aug. Fehlt als krönender Abschluss nur noch ein Stacheldrahtverhau.

Bei der gestrigen Sitzung der Mariahilfer Marktkommission wurden den Bezirksvertretern erstmals die Pläne für das Projekt präsentiert – nichts Gutes ahnend hatte ich schon mehrmals darauf gedrängt. Auf meine entsetzten Einwände wurde mir von Seiten des Marktamtes nur lässig beschieden: „Wos woin S‘ – des Bundesdenkmalamt und die MA 19 ham eh scho zuag’stimmt.“

Die Begründung der famosen Denkmalschützer: „Die kontrastierende Modernität der industriell gestalteten Lochblechfelder generiert ein reizvolles Spannungsfeld zwischen alter Naschmarkt-Architektur und neuem Design.“ Oder so ähnlich. Na ja: Zu den neu montierten Leuchten im Autobahn-Look paßt diese Scheußlichkeit jedenfalls ganz hervorragend…

Richard Weihs, 1. 7. 2010


IG Naschmarkt – Aktivitäten im Vorfeld des Umbaus

Seit Ende März besteht der Vorstand der IG Naschmarkt aus neuen und alten Mitgliedern. Zuerst einmal möchte ich mich recht herzlich bei allen Standlerinnen und Standlern für ihr Vertrauen bedanken.

Eines der Hauptthemen für den Verein, die das Jahr 2010 prägen werden, ist der bevorstehende Umbau des Wiener Naschmarkts – ein Projekt, dem mit sehr viel Neugierde und Spannung entgegen gesehen wird. Und genau hier, glaube ich, dass es wichtig ist, dass der Verein Naschmarkt die Interessen der Standbetreiber und -betreiberinnen vertritt, in ständiger Kommunikation mit den zuständigen Behörden steht und sich für einen möglichst reibungslosen Ablauf einsetzt.
>> Details zur Naschmarkt-Sanierung, Quelle: Rathauskorrespondenz vom 15. 12. 2009

Ein zweites großes Projekt ist die Schaffung von Parkplätzen für die Lieferautos, da ja die alten Abstellplätze den Ausweichquartieren weichen müssen. Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Wien werden wir uns für eine Lösung mit der Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann einsetzen.

Genau wegen der schwierigen Umstände, die auf uns zukommen werden, muss es in unserem Interesse sein, die Attraktivität des Naschmarktes zu wahren – und zwar hauptsächlich für unsere Kunden und Kundinnen. Ein Projekt dabei, ist die Schaffung von Parkplätzen in den umliegenden Wipark-Garagen. Ich hoffe, dass wir so schnell wie möglich zu einer gemeinsamen Lösung kommen werden.

Ihr Johannes Lingenhel (ig-naschmarkt@gmx.at)
Obmann IG Naschmarkt – Verein zur Förderung der Zusammenarbeit und der Kommunikation am Naschmarkt


Schleifmühlgasse wird Marktgebiet und autofrei

2. 3. 2010
"Die 32 Meter lange Fahrbahn über Wienfluss und U-Bahn in Verlängerung der Schleifmühlgasse wird im Rahmen der Generalsanierung auf das Niveau des Gehsteiges angehoben."

>> Details siehe OTS-Meldung des SPÖ-Klubs Rathaus



Sitzung des Mariahilfer Bezirksparlaments
17. 9. 2009

Bei der gestrigen Sitzung des Mariahilfer Bezirksparlaments wurde die rote Bezirksvorsteherin von ihrem grünen Stellvertreter Werner Haslauer mit zwölf heiklen Fragen zur Planung des „Neuen Naschmarkts“ konfrontiert. Im Vorfeld der Neugestaltung war es bereits zu einigen Unstimmigkeiten und Versäumnissen gekommen: So sollen die neuen Lichtmasten genau dort aufgestellt werden, wo eigentlich der Lückenschluss des Wiental-Radweges
erfolgen sollte.

Haslauer: „Die Umwandlung des Grünmarktes in ein Bobo-Disneyland darf nicht weiter fröhlich voranschreiten. Zumindest die noch vorhandenen Teile des historischen Marktes müssen für die Nachwelt bewahrt werden!“ In zwei Anträgen fordert er, dass das neue Beleuchtungskonzept – wie von den Grünen seit Jahren verlangt – auch die Bedürfnisse der Fußgänger berücksichtigt und ein Radweg fix eingeplant wird. Beide Anträge fanden einhellige Zustimmung.

Um die anstehenden Planungsarbeiten in einem demokratischen Forum diskutieren zu können, hat der grüne Klubvorsitzende Manfred Rakousky einen weiteren Antrag zur Einrichtung einer Markt-Kommission eingebracht. Auch dieser wurde von der Bezirksvertretung einstimmig beschlossen.

Dazu Rakousky: „Der Naschmarkt soll als lebendiges urbanes Zentrum zeitgemäß und ökologisch für die Zukunft erhalten bleiben: Für den allseits beliebten Bauernmarkt am Wochenende sollten mehr Standflächen angeboten werden – und frische Bioware müsste auch unter der Woche verstärkt erhältlich sein!“

Aussendung "Grüne" am 18. 9. 2009


Verlegung der Bezirksgrenze

Der Naschmarkt gehörte bisher zu zwei Bezirken, Wieden und Mariahilf. Nun wird die Bezirksgrenze verlegt und das Marktgebiet inklusive dem Marktamtsgebäude komplett dem Bezirk Mariahilf zugeschlagen.

Die bisherige Bezirksgrenze verläuft mitten zwischen den Gemüse- und Obstständen. Drei Viertel des Marktgebiets gehören zu Mariahilf, der Rest zur Wieden. Die Wieden gibt nun ihren Anteil auf. Die Standzeile entlang der Rechten Wienzeile und das Marktamtsgebäude kommen zu Mariahilf.


"Der Wiener Naschmarkt ist ein Zufluchtsort für Verzweiflungsurlaub.

Wann i gar ka Zeit hab, irgendwohin zu fahren oder auch nur vor die Tore der Stadt rauszukommen, dann geh ich am Naschmarkt und hab das Gefühl, ich kann zwei Stunden Urlaub machen."

Peter Simonischek in "Hi Society", ATV


 


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