Grätzel-Gschichten aus dem Freihaus

Derzeit verläuft die Grenze zwischen dem 4. und dem 6. Bezirk direkt durch den Naschmarkt.

Was auf den ersten Blick als unwichtiges Detail erscheint, hat auf die Verwaltung der Bezirke große Auswirkungen, denn von der Grenze ist abhängig, welcher Bezirk für die Erhaltung und Sanierung der öffentlichen Infrastruktur verantwortlich ist.

Dadurch ist es bisher bei Anrainern und Marktstandlern immer wieder zu Verwirrungen gekommen. Ist nun der 4. oder 6. Bezirk zuständig, wenn Wege saniert werden müssen? An welchen Bezirk muss ich mich als Marktstandler wenden?

Unklarheiten, die nun der Vergangenheit angehören: Die Wieden und Mariahilf bekommen klare Grenzen für eine einfachere effiziente Verwaltung.

Die zwischen den beiden Bezirken vereinbarte Variante sieht die Gehsteigkante entlang der Rechten Wienzeile als neue Grenze zwischen der Wieden und Mariahilf vor. Jene Reihe des Naschmarktes, die derzeit noch zum vierten Bezirk gehört, wird dann dem sechsten Bezirk zufallen. Was Fragen der Marktverwaltung, aber auch der Erhaltung von Gehwegen betrifft, wird dadurch Klarheit geschaffen. Anrainer, Marktstandler, aber auch die zuständigen Behörden werden von dieser Vereinfachung profitieren.

Auch wenn die Grenze wandert, wird der Naschmarkt immer großen Einfluss auf die Wieden, besonders auf das Freihausviertel, behalten. Und in Wirklichkeit kann der Naschmarkt niemals Grenze sein, wo er doch verbindet – Menschen wie Bezirke.

Ihre Susi Reichard

 

 

 

 

 

Susanne Reichard

Grätzl-Gschichten
von Susanne Reichard

>>> 16/2009
>>> 12/2008
>>> 11/2008
>>> 8/2007
>>>7/2007

ARCHIV

>>> Lane Lights und Sommerfest 2008 (13/2008)
>>>Ein Kind der Wieden - Der Schildermaler Samuel
>>>Fairtrade
>>>Wiedner Festwochen
>>> "Mozart's Coming Home"
>>>Advent 2006

\n