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„Meine Arbeiten sind eine Huldigung ans Leben“

… ist der Leitsatz von Christine Pillhofer, Bildhauerin und Zeichnerin. Ihr Atelier befindet sich in der Laimgrubengasse 12 im 6. Bezirk.

Foto: FCM Foto: FCM Foto: FCM

Ich besuchte die seit 1977 freischaffende Künstlerin und die ihr Atelier seit 1980 ganz nah am Naschmarkt betreibt.

Die Kunst ist ihr sozusagen in die Wiege gelegt worden, der Vater ist Bildhauer (ein Schüler Votrubas). Pillhofer begann bereits in jungen Jahren mit Zeichnen und Modellieren. Ihre Leidenschaft ist jedoch die Musik und der Tanz – ihr großes Ziel war Konzertpianistin – aus gesundheitlichen Gründen musste sie dieses Ziel aufgeben und widmet sich seitdem der Bildhauerei und dem Zeichnen. In fast allen Arbeiten sind jedoch Elemente des Tanzes und der Bewegung zu erkennen. Als Spezialgebiet innerhalb der Bildhauerei fertigt sie Portraitbüsten, die fast ausschließlich nach Fotos hergestellt werden.

Von Angelica Bäumer erfahren wir über Christine Pillhofer, dass: „sie auf eine akademische Ausbildung als Künstlerin verzichtet und sich so bescheiden wie selbstbewusst als Autodidaktin versteht, die sich durch Mut und Geduld, durch zahllose Experimente mit Materialen, durch formale und inhaltliche Versuche – auch durch so manche Enttäuschung – jenes Können angeeignet hat, das sie für ihre Arbeit tatsächlich braucht. Sie hat schon früh erfahren, dass es immer nur auf das eigene unmittelbare und persönliche Erleben ankommt, auf Empfindungen und Beobachtungen, die umzusetzen sind in eine künstlerische Form.“

Büsten aus ihrer Hand sind unter anderem im Bruno Kreisky-Park, in der alten Uni und im neuen AKH zu sehen. Ich durfte bei ihrer letzten Vernissage im Weinkeller Villon erleben, dass die Musik für Pillhofer weiterhin sehr wichtig ist. Sie nahm ihre Mundharmonika aus der Handtasche und spielte mit Begleitung des Pianisten einen herrlichen Blues. Das Spielen der Mundharmonika hat sie sich vor langer Zeit bei einer längeren Tramperreise durch Spanien selbst beigebracht.

Fast wöchentlich findet man die Künstlerin bei Spaziergängen am Flohmarkt und auch die Jazzkonzerte am Naschmarkt besucht sie oft und regelmäßig.

Besuchen Sie die Künstlerin in ihrem Atelier, sie freut sich über jede menschliche Begegnung und erklärt gerne die Qualität und große Vielfalt Ihrer Werke. Keine Angst, die Einstiegspreise für ihre Unikate beginnen bereits ab € 100, –. Gerne übernimmt die Künstlerin Auftragsarbeiten aus allen Bereichen.

Pillhofer wird von keiner Galerie vertreten, die Werke werden ausschließlich selbst vermarktet und sind daher leistbar. Aus Platzgründen befinden sich im Atelier hauptsächlich Kleinplastiken, die auf Wunsch auch in größeren Dimensionen hergestellt werden.
Auch einige erotische Plastiken durfte ich besichtigen und fotografieren. Ich war von der Qualität und Vielfalt ihres künstlerischen Angebotes begeistert und freue mich, wenige Schritte vom Naschmarkt Kunst in dieser Qualität besichtigen und kaufen zu können.

www.christine-pillhofer.at
Preise
1977: 2. Preis, Internat. Bildhauersymposium Wien-Oberlaa
1986: Theodor-Körner Preis

Werke im öffentlichen Raum
Kurzentrum Oberlaa, Steinskulptur
AKH Wien, Bronzebüste „Hans Strotzka“
Hallenbad Mödling, Bronzeplastik
Elektropathologisches Museum Wien, Bronzebüste „Gottfried Biegelmeier“
Universität Wien, Bronzebüste „Sir Karl Popper“
Bruno-Kreisky-Park, Bronzebüste „Bruno Kreisky"

FCM

 

 

 

 

Christian Maschner

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