Naschmarktblicke

Wie hat der Wiener Naschmarkt Weihnachten, den Jahreswechsel und die ersten Wochen im neuen Jahr überstanden? Die Weihnachtszeit war hektisch, der Christbaumverkauf lief gut und die Wiener gingen für ihre Weihnachts- und Neujahrseinkäufe wie immer auf den Naschmarkt. Wie jedes Jahr gab es lange Schlangen vor den Fischgeschäften – aber auch in den vielen Beisln war hervorragende Stimmung.

„Swinging Christmas“ am 18. Dezember war ein großer Erfolg und musste in der Woche darauf wiederholt werden. An beiden Donnerstagen war die Stimmung großartig, die Gäste sangen und tanzten in die Nacht. Übrigens gibt’s weiterhin an jedem Donnerstagabend „Jazz am Naschmarkt“ – vielleicht sogar an einem zweiten Abend der Woche – Verhandlungen laufen derzeit, Näheres sehr bald in dieser Kolumne!

Mit Freude berichte ich von einem entzückenden Naschmarktbaby. Der Frühling wird auch für den Naschmarkt einige Neuerungen bringen. Es werden im Bereich des Flohmarkts Bäume gepflanzt, die Bezirksgrenze zwischen dem 4. und 6. Bezirk soll verschoben werden. Dazu hatte mich Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann zu einem sehr interessanten Gespräch in ihr Büro eingeladen.

Aufgrund des milden Winters (oder war doch schon Frühling – im Jänner?) sah ich viele Gäste des Naschmarkts in den vielfach provisorisch wieder aufgebauten Schanigärten – sonnenhungrig und gut gelaunt. Übrigens, kennen Sie den neuen Bankomat im Haus des Marktamtes? Eine ausgezeichnete Idee! Sollte man einmal zuviel gekauft haben und das Geld reicht nicht aus – für Nachschub ist ab sofort gesorgt, ohne den Naschmarkt verlassen zu müssen…

Ich selbst hatte unlängst Gusto auf Fisch und besuchte zum ersten Mal nach dem großzügigen Umbau das „Strandhaus“, ein Fischrestaurant von besonderer Qualität, am unteren Ende des Naschmarkts, nahe dem Getreidemarkt. Durch die aufmerksame und wirklich freundliche Bedienung von Frau Zita und Frau Eva genoss ich meine Bouillabaisse, den empfohlenen steirischen Junker und beobachtete Herrn Otto, den Koch. Er bereitet für alle Gäste sichtbar die schmackhaftesten Fischvariationen – ich sah Fischplatten, die ich nur aus südlichen Ländern kannte – mit herzhaften Salaten und Beilagen. Ich werde sicherlich wiederkommen.

Wie ich höre, ist für den Karsamstag ein Osterfest am Naschmarkt (Bauernmarkt) geplant. Näheres in unserer April-Ausgabe, die noch rechtzeitig vor Ostern erscheinen wird. Genießen Sie die milden Tage dieses Winters am Naschmarkt – und sollte doch noch Schnee kommen, Punsch und Glühwein sind nicht ausverkauft!

FCM

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Christian Maschner

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