Naschmarktblicke

Gottseidank werden die Tage wieder länger, die Christbaumverkäufer, die sich immer im Dezember wie eine Krake am Naschmarkt ausbreiten und Verkaufsflächen anderer Standler des Bauernmarkts und Parkplätze okkupieren, haben pünktlich am 24. Dezember den Markt wieder verlassen. Die Normalität ist wieder eingekehrt, jetzt warten wir auf die ersten Sonnenstrahlen und das Frühjahrsgemüse.

Der „Naschmarktfilm“ – Annas zweite Chance (mit Christiane Hörbiger als Naschmarktstandlerin), der am 2. Jänner 2009 im ORF und in der ARD gezeigt wurde, hatte vorwiegend positive Kritiken und war sicherlich ein guter Werbeträger für Wien und den Naschmarkt.

Der „Casanova“ vom Naschmarkt, der gerüchteweise den Naschmarkt Richtung New York verlassen wollte, hat sichs überlegt und baut demnächst seinen Stand auf „Fischspezialitäten“ um.

Erfreulicherweise kein neuer Antipasti- oder/und Wasabistand am Naschmarkt. Die am meisten vertretenen Produkte sind ja derzeit: Antipasti (in allen möglichen und unmöglichen Variationen), Oliven, alle Arten von Nüsse und Kebab (auf Wienerisch „Das Schweigen der Lämmer“). Ein Kebapverkaufsstand verschwand ja von der Bildfläche, die Lokalität wird derzeit umgebaut und im März wieder (jedoch ohne Kebap) eröffnet.
Nähere Infos bezüglich der Eröffnung und der Angebote in der nächsten Ausgabe.

Immer wieder wurde ich in verschiedenen Lokalen des Naschmarkts bezüglich des Umbaus angesprochen. Es gibt aber meines Wissens derzeit noch keine Neuigkeiten, der Umbau wird im März 2010 beginnen.
Der Naschmarkt hält nicht still, um sich malen zu lassen – Neues passiert laufend und ich laufe hinterher…
Was immer auch in den nächsten Wochen und Monaten beschlossen wird, wir alle werden 2016 „100 Jahre Naschmarkt“ feiern!

Leipzig, 1880

 

Wissen Sie, dass es in Leipzig einen Platz namens „Naschmarkt“ gibt? Der Platz liegt im Zentrum von Leipzig, an der Rückseite des „Alten Rathauses“ und wurde im Mittelalter als Markt für Obst und Gemüse verwendet, das im Mittelalter als „unnötige Nascherei“ angesehen wurde (lt. Wikipedia). Heute wird noch in der Oster- und Weihnachtszeit auf dem Platz ein „mittelalterlicher“ Markt abgehalten. Einen wunderschönen Überblick dieses „Leipziger Nasch­- markts“ können Sie auf der Website: www.stadtpanoramen.de/leipzig/naschmarkt.html sehen. Dort erinnert auch ein Denkmal (1903) an den jungen Goethe, der 1765–1768 in Leipzig Recht studierte.

 


Zurück nach Wien – im Jänner 2009 hat wieder einmal Hans Salomon ein Konzert bei „Papas“ am Naschmarkt gegeben. Weiterhin wird es dort von Mittwoch bis Freitag Live-Jazz geben, manchmal mit Überraschungsgästen.
(Tagesaktuelle Termine auf meiner Website: www.meinnaschmarkt.at).

In einer meiner letzten Kolumnen habe ich versucht, die Gerüche des Marktes zu beschreiben, in den nächsten Naschmarktblicken werde ich die Stimmen, Geräusche und Lockrufe des Marktes niederschreiben – ich freue mich auf diese Aufgabe.

Warten wir aber jetzt auf die ersten Sonnenstrahlen, die ersten Schanigärten und das erste Vogelgezwitscher, um wieder im Freien die Spezialitäten „unseres“ Naschmarkts genießen zu können.

Die nächste Ausgabe dieser Zeitung werden Sie sicherlich schon in einem Gastgarten am Naschmarkt lesen können (ich bin Optimist).

FCM

 

 

 

 

Christian Maschner

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