Naschmarktblicke

Foto: FCMDer Herbst zieht auch am Naschmarkt ein, überall gibt’s Most und Sturm und der Bauernmarkt ist samstags wieder voll besetzt. Der Stammkundenausflug Ende August zum Heurigen Hofschneider nach Mannersdorf (Weinbaugebiet Carnuntum, Winzer des Foto: FCM„Naschmarktweins“) war ein voller Erfolg – der Weinkeller am Naschmarkt veranstaltete diese Fahrt, es wird nicht die Letzte gewesen sein.

Ein weißrussischer Mädchenchor gab unlängst ein schönes, wenn auch kurzes Konzert am Naschmarkt.

Zwei Menschen haben sich am Naschmarkt kennengelernt und am 1. September geheiratet – auch für Partnersuche ist der Naschmarkt anscheinend ein idealer Platz.

Kann der Naschmarkt „Heimat“ sein? >>> Einige interessante Beiträge zu diesem Thema.

Der Duft des Naschmarkts…
Wenn Sie das nächste Mal durch den Naschmarkt gehen, lassen Sie sich Zeit und genießen die verschiedenen Düfte und Gerüche, die Sie wahrnehmen – ich habe es unlängst versucht – begleiten Sie mich.

Gehen wir vom „unteren“ Naschmarkt, beginnend beim Verkehrsbüro in der linken Reihe zur Kettenbrückengasse. Zuerst riechen Sie Fisch – frisch, gegrillt und gebacken, danach weht der Duft von Backwaren entgegen. Dann wird’s abwechslungsreich, im Staccato kommen Seife, Kaffee (aus einer Kaffeerösterei) und Essigdüfte auf uns zu.

Kurze Entspannung durch herrlichen Blumenduft, gleich danach italienische Spezialitäten und Käsevariationen. Frischgepresste Früchte – der Orangensaft duftet uns intensiv entgegen, danach erlesene Gerüche aus der Konditorei – vermischt mit Kaffeearomen, es kündigen sich Hühnerschnitzel, Sushi und gegrillte Stelzen an, die den Mund wässrig werden lassen, danach nochmals Back- und Grillhenderln und dann der herrliche Geruch von frischem Kraut und Salzgurken, jetzt abermals Backwaren und Blumen.

Nun überqueren wir die Schleifmühlgasse, nehmen wieder den linken Gang und werden gleich bei der Kapelle vom Geruch herrlicher frischer Kräuter empfangen, nach Obst, Salat- und Antipastiaromen weht uns der Duft von Wokgerichten von rechts entgegen, sehr dominant zu den Tee- und Gewürzaromen von der linken Seite – dann wieder Käsevariationen, Kebab und endlich herrlicher Duft von frischen Falafel, Oliven mit verschiedenen Füllungen und erstmals auf diesem Spaziergang Pizzageruch, Oregano, Tomaten, Käse und alle Herr lichkeiten Italiens duften uns entgegen, nun wieder frisch gepresster Orangensaft, Backwaren und abermals Fisch. Nun kommen wir zum letzten Kebabduft vor der U-Bahn, sollten Sie Samstag Vormittag unterwegs sein, erweitert sich Ihr Dufter- lebnis am Bauernmarkt durch die Herrlichkeiten von G’selchtem, diversen Würsten und Speck, Wein und Obstsäften.

Nach dem Überqueren der Kettenbrücke von rechts Burenwurst-, Käsekrainer- und Frankfurterdüfte vom Würstelstand.

Viel Spaß beim Duft-Spaziergang am Naschmarkt – ein Genuss für Ihre Nase und Ihre Sinne. Welche Düfte Sie danach in der U-Bahn wahrnehmen – ich breite den Mantel des Schweigens darüber.

FCM

 

 

 

 

 

 

Christian Maschner

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