Bio-Eck

Es reicht! – Zurück zu unseren kulinarischen Wurzeln

Wieder ist ein neues Jahr angebrochen. Vorsätze für ein gesünderes Leben, mehr Bewegung oder mehr Ruhe werden formuliert.

Kaum sind die Feiertage vorbei, in denen wir zu etwas mehr Einklang mit unserem Ich kommen konnten, werden wir von den Medien mit unangenehmen Meldungen überschüttet. Alles wird teurer! Fleisch, Milchprodukte, Brot – die Kosten für diese Nahrungsmittel sind deutlich gestiegen. So kostet eine Wurstsemmel teilweise schon über € 4,–. Hat man mal keine Zeit für eine warme, ordentliche Mahlzeit und kauft sich zwei Wurstsemmel und noch ein Getränk und etwas Süßes, ist man bei € 10,–!

Leistet man sich den Luxus biologischer Lebensmittel, ist dies zukünftig keine Garantie dafür, dass das Lebensmittel nicht gentechnisch verändert wurde (nachzulesen in der EU-BIO-Verordnung 2092/91). Der Vorsatz, sich „gesund und bewusst“ zu ernähren, wird dem Konsumenten also noch schwerer gemacht. Als Ernährungsberaterin sehe ich hierin eine Chance, zu unseren kulinarischen Wurzeln zurückzukehren.

Um € 10,– kann ich ein vollwertiges Mittagessen für eine vierköpfige Familie zubereiten. Saisonale und regionale Lebensmittel, wie derzeit unser Wintergemüse, haben nicht nur einen hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen, sondern sie zählen auch zu den „wärmenden“ Lebensmitteln, die gerade in dieser Jahreszeit notwendig sind. Wir sind aufgewachsen mit Aufläufen aus Nudeln, Gemüse- und Fleischeintöpfen, Milchrahmstrudel, die mit Stärke versehen wurden, um viele Esser satt zu machen. Kohl, Kohlrübe und Co dickte man mithilfe der Einbrenn ein. Das würde heute zu noch mehr Fülle um Bauch und Hüfte führen, da wir uns viel weniger bewegen.

Ich möchte sie animieren, sich zeitgemäß, kostengünstig, gesund und abwechslungsreich zu ernähren und somit als Konsument ein Zeichen zu setzen. 2008 stehen unsere Rezept-Schwerpunkte unter dem Zeichen, alte Hausmannskost zeitgemäß aufzubereiten und Traditionelles neu zu entdecken.

Foto: A. Carter

 

Bärlauch

Zieht sich der Winter zurück, beginnt die Zeit des Bärlauchs. In den Auen und Flusswäldern rund um Wien ist Bärlauch in großen Mengen vorhanden und kostenlos zu pflücken. An einigen Naschmarkt-Ständen können Sie ihn dann auch kaufen.

Die Blätter des Bärlauchs sind noch vor der Blütezeit zu verwenden. Vorsicht beim Sammeln ist geboten, da sie den Maiglöckchenblättern sehr ähnlich sind. Der Bärlauch gilt als natürliches Antibiotikum, wirkt entschlackend und unterstützt die Verdauung.


Kohlgemüse mit Erbsenpüree und Bärlauch
Kohl putzen, den Strunk entfernen, in grobe Stücke schneiden. In einem Dampfgarer weich dünsten. Spalterbsen mit etwas Gemüsesuppe weich kochen. Einige Bärlauchblätter waschen, fein schneiden und zum Kohl geben. Mit Salz, Pfeffer und etwas gemahlenen Kümmel abschmecken. Eventuell mit Spiegelei servieren.

Bärlauchaufstrich
Ziegenfrischkäse mit Salz, Pfeffer und etwas Soja Cuisine mixen. Bärlauchblätter waschen, grob zerkleinern und mit dem Ziegenfrischkäse nochmals mixen.

Bärlauchspinat
Zur gleichen Hälfte Spinatblätter und Bärlauchblätter waschen, entstielen, trocken tupfen und grob hacken. Etwas Butterschmalz in einer Pfanne zergehen lassen und eine kleingehackte Zwiebel andünsten, Blätter dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss abschmecken.

Bärlauch-Elixier
Zwei Handvoll Bärlauchblätter waschen, zerkleinern und in ein weithalsiges Glas geben. Mit 1 l reinem Alkohol und 500 ml Wasser übergießen. Man lässt den Ansatz zirka 3–4 Wochen fest verschlossen stehen. Abseihen und mit Stevia (flüssig) nach Bedarf süßen. Das Elixier soll gegen Durchfälle, Koliken und Schlafstörungen wirken.

 

Michaela Haunold

 

Michaela Haunold

Michaela Haunold

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Michaela Haunold
Dipl. Ernährungstrainerin, Ernährungsberaterin, PranaVita-Practitioner
Tel: 0676 719 52 20
Fax: 02272 817 49
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