Bio-Eck

„Geschenk der Götter“

Kaum ist Halloween vorbei und die bemalten Kürbisköpfe stehen verbilligt in den Verkaufsregalen, da leuchten schon die roten Krampusse, die Nikolo und vergoldeten Nüsse aus den Regalen. Es ist wieder soweit: Die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Das bedeutet aber auch Kälte, Wind, Nässe, frierende Finger, kratzender Hals... eine Tasse heißer Kakao wirkt da wahre Wunder.

Schon die Azteken dachten, dass Kakao ein Geschenk der Götter sei und wussten vom wertvollen Nutzen der Kakaobohne für unseren Körper. Studien belegen, dass die Bohne den Blutdruck senkt und somit vor koronaren Herzerkrankungen schützt. Sie verbessert die Insulinempfindlichkeit, schützt die Blutgefäße, steigert die Konzentration und schützt durch ihre antioxidative Wirkung unsere Zellen vor freien Radikalen.

Sei es nun durch den Tryptophan-Gehalt der Kakaobohne oder durch den köstlichen Geschmack langsam zergehender dunkler Schokolade, nach dem Genuss eines Stückchens fühlen wir uns auf alle Fälle wohler. Ich könnte Ihnen noch viele gesundheitliche Vorteile der Schokolade aufzählen, die durch Foto: TMWStudien belegt wurden. Trotz all dieser hervorragenden Eigenschaften werden wir Konsumenten Schokolade als Genussmittel und nicht als Arzneimittel genießen. Schokolade sollte nicht nach Quantität, sondern nach Qualität beurteilt werden. Viele meiner Klienten sahen mich zuerst erfreut an, als ich ihnen den Schokoladeverzehr bei der Gewichtsreduktion erlaubte. Der frohe Gesichtsausdruck wich aber, als ich ihnen nur dunkle Schokolade, also über 70 % Kakaoanteil, erlaubte. Die meisten Menschen verwechseln allerdings Kochschokolade mit dunkler Schokolade. Der Unterschied kann gravierender nicht sein. Für alle Schokoliebhaber in Wien kann ich den „Chocolate Lovers Club“ empfehlen. Die Informationen und Verkostungen sind hervorragend. Hat man das Vergnügen und kann verschiedene Kakaobohnen verkosten, so erkennt man schnell, wie vielfältig die Auswahl an unterschiedlichen Aromen ist. Von kühl über samtig bis nach Kaffee oder Erdbeeren schmeckend.

Alle, die Kakao, Schokolade und Pralinen in ihrem täglichen Speiseplan nicht missen möchten, sollten auf die Inhaltsstoffe der Köstlichkeiten achten, da meist sehr viel Zucker und Fett in ihnen steckt. Eine Alternative ist selbst unter die Schokoladenerzeuger zu gehen. Keine Angst, Sie müssen Schokolade natürlich nicht selber herstellen.

Es gibt sie Gott sei Dank zu kaufen, die Schokolade in ihrer reinsten Form: 100 % Kakao, kein Gramm Zucker. Schmelzen Sie die Schokolade, süßen Sie mit ihrer bevorzugten Süße, würzen Sie je nach Geschmack und Temperament mit Zimt, Vanille, Kardamom, Chili, Pfefferminze, Zitronenmelisse oder Orangenzesten. Eventuell etwas Kakaobutter oder Butterschmalz für den zarten Schmelz zufügen. Legen Sie einen Glasteller mit Frischhaltefolie aus und gießen sie ca. ¾ cm dick die Schokomasse darauf. Nun können Sie je nach Belieben gehackte Nüsse, Berberitzen, Gojibeeren, Kokosraspeln, getrocknete Beeren oder Früchte darüber streuen. Fest werden lassen, in mundgroße Stücke brechen und in einem verschließbaren Glasgefäß aufbewahren.

Besondere Aufmerksamkeit verdient das Gewürz Zimt. Es harmoniert nicht nur geschmacklich mit Schokolade, sondern senkt zusätzlich noch den Blutzuckerspiegel. Vorsicht ist jedoch bei billigem Cassia-Zimt geboten, da der als unbedenklich erachtete Cumaringehalt – laut „Der Konsument“ – um ein Vielfaches überschritten wird. Empfohlen wird Ceylon-Zimt aus der Apotheke.

Ich möchte Ihnen noch mit einigen Kakao- und Schokoladenrezepten die Adventszeit versüßen und hoffe, wir lesen uns im neuen Jahr gesund und fröhlich wieder! In diesem Sinne eine genussvolle, gesunde und romantische Zeit!

Heiße Schokolade (für 4 Personen)

4 TL Kakaopulver, 4 TL geriebene Schokolade mit 70 % Kakaoanteil, 2 EL Agavendicksaft, 500 ml Wasser, 500 ml Sojadrink, Zimt, 25 g geraspelte Schokolade mit 70 % Kakaoanteil

Kakao mit geriebener Schokolade verrühren. Mit Agavendicksaft süßen und langsam Wasser einrühren und zu einem Brei vermischen. Die Masse erwärmen und den Sojadrink zugießen. Mit einem Schneebesen kräftig durchrühren und aufkochen lassen. Zimt zugeben. In Tassen füllen und mit geriebener Schokolade servieren.

Feurige Schokolade (für 2 Personen)

400 ml Sojadrink ohne Zucker, 100 g Schokolade mit 80 % Kakaoanteil, 1 Chilischote, Süße nach Belieben, 100 ml Sojadrink ohne Zucker

100 ml Sojadrink erhitzen, Schokolade hacken und unter Rühren im Sojadrink auflösen. Die Chilischote halbieren, entkernen, fein würfeln und dazugeben. Nach Belieben Süßen. Restlichen Sojadrink aufschäumen. Die Schokolade in zwei Gläser füllen und mit dem aufgeschäumten Sojadrink servieren.

Schokocreme (für 2 Personen)

100 g Schokolade 80 %, Vanille, 100 ml laktosefreie Milch, 50 g fein geriebene Nüsse, 1 EL Kakaopulver, 1 EL Butter, 2 Pkg. Vanillepulver, ½ KL Zimt, 1 Pr. Salz

Schokolade in kleine Stücke brechen, mit Vanille und Milch in einem Topf geben und unter ständigem rühren bei schwacher Hitze erwärmen bis die Schokolade geschmolzen ist. Nüsse, Kakaopulver, Butter, Vanille, Zimt und Salz dazugeben und gründlich durchmischen. In ein Glas mit Schraubverschluss füllen, in den Kühlschrank stellen. Hält sich bis zu 2 Wochen.

„Feuriger“-Schokoladenschaum (für 4 Personen)

200 g Schokolade mit 70 % Kakaoanteil, 1 TL Instant-Kaffee, 1 Pr. Zimt, 1 Pr. Anis, 1 Pr. Kardamom, 1 Pr. Ingwerpulver, 2 EL würziger Rotwein, Süße nach Belieben, 6 Stk. Eiklar, 2 EL Agavendicksaft, 4 Stk. Orangenscheiben

Schokolade über Dampf schmelzen lassen. Die Gewürze, Instant-Kaffee und Rotwein unterrühren und abkühlen lassen. Eventuell nachsüßen. Eiklar schlagen und kurz bevor der Schnee fest wird die 2 EL Agavendicksaft mit schlagen bis ein steifer Eischnee entsteht. Den Schnee unter die Schokolade rühren und in Dessertschalen füllen. Kalt stellen. Mit je einer Orangenscheibe garnieren.
Tipp: Wer den Schokoladenschaum weniger „feurig“ zubereiten will, lässt die Gewürze teilweise oder ganz weg.

Falls sie Fragen haben bzgl. der Verwendung und Rezepten haben, stehe ich ihnen jederzeit per Mail zur Verfügung: info@measanitas.at

 

Michaela Haunold

Michaela Haunold

Michaela Haunold

ARCHIV

>>> Was Macht der Zucker in meinem Käse?
>>> Ziege – die Kuh des armen Mannes
>>> "Geschenk der Götter"
>>>
„Da Summa ist ausi, muaß obi  ins Tal“
>>>
Sommersünden Zwischenstopp zur Entschlackung
>>> Fit durch den Sommer
>>> Granatapfel
>>> Zurück zu unseren kulinarischen Wurzeln
>>> Gewürze
>>> Unser Erdapfel
>>> Die Berberitze
das kleine Kraftpaket
>>> Wer hat die
Kokosnuss geklaut?
>>> Das Ei – eine runde Sache
>>> Süsser Angriff auf
das Übergewicht
>>> Kamillentee neu entdeckt
>>> Workshop Welt der Öle

Naschmarkt-Produkte

>>> Schokolade
>>> Zuckerfreie Säfte
>>> Bio-Ingwer mit Schokolade
>>> Wein
>>> Die Naschmarkt-Produkte

 

Michaela Haunold
Dipl. Ernährungstrainerin, Ernährungsberaterin, PranaVita-Practitioner
Tel: 0676 719 52 20
Fax: 02272 817 49
info@glyx4you.com
www.glyx4you.com
www.measanitas.at

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

\n