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Die Berberitze – das kleine Kraftpaket

Wer jetzt in Parkanlagen und Wäldern Zuflucht vor der Sonne und Hitze sucht, spaziert oft an einem Berberitzenstrauch vorbei. Die Gift- und Heilpflanze Berberitze, auch Sauerdorn genannt, ist ein dorniger, ca. 2 bis 3 Meter hoher sommergrüner Strauch. Er besitzt kleine ledrige Blätter mit gelben Blüten in 5 bis 7 cm langen, hängenden Trauben, die im Herbst zu roten Beeren reifen. Diese kleinen roten Beeren enthalten Zucker und Vitamine, darunter viel Vitamin C. Alle anderen Teile der Pflanze enthalten das giftige Alkaloid Berberin, das eine wachstumshemmende Wirkung auf Bakterien, Pilze und Einzeller besitzt. Berberin erweist sich zudem auch als anregend für die Gallensekretion.
In der Naturheilkunde können die Früchte auch bei Appetitlosigkeit, bei Verstopfung, Fieber und bei Lungen-, Leber- oder Milzleiden von großer Hilfe sein. Sie fördern auch die Ausscheidung von Harnstoffen und unterstützen die Behandlung bei Rheuma, Arthritis und Gicht. Bei Fieber kühlt der aus den roten, reifen Früchten hergestellte Press-Saft.

Berberitzen-Saft: Ebenso wirkungsvoll sind aber auch die getrockneten Beeren, die man mit warmem Wasser aufgießt und etwa ein Viertelstunde ziehen läßt.

Berberitzen-Gelee: Man kocht die getrockneten Früchte mit wenig Wasser weich, presst sie durch ein Sieb oder püriert sie und dickt das Früchtepüree mit Agar Agar ein.

Besonders in der indischen und persischen Küche werden die getrockneten Früchte vielfältig eingesetzt. Zum Beispiel werden diese in etwas Öl angeröstet und als Würze für Fleischsaucen, zu Fisch und Reis verwendet. Ich verwende sie sehr gerne als Rosinenersatz, da ihr Zuckergehalt sehr gering ist und so für Diabetiker eine Alternative als Zugabe bei Backwaren bietet. Zum Beispiel statt Rosinen die Berberitzen in den Apfelstrudel oder in den Milchreis geben.

Berberitzen-Digestif: 200 g getrocknete Berberitzen in 1 l Wodka mit 40 Prozent und 1 l Ansatzschnaps mit 65 Prozent etwa 6 Wochen stehen lassen. Abseien und durch einen Kaffeefilter filtern. In eine gut verschließbare Flasche füllen. Ideal nach schweren Gerichten zur Verdauung.

Berberitzen-Kokoscreme: 1 Schale Berberitze in rotem Traubensaft, Zimt und Agavendicksaft quellen lassen. 130 ml Schlagobers steif schlagen, Berberitzen, 100 ml Kokosmilch und 2 Esslöffel gehackte Erdnüsse untermischen. In Gläser füllen und servieren.

Berberitzen-Birnen-Fruchtaufstrich: Berberitzen mit Wasser zu Saft kochen, 500 g Birnen klein schneiden und mit 500 ml Berberitzensaft und Gelierfix mischen, 5 Minuten kochen. In Gläser füllen.

Berberitzen-Kompott: 200 g Berberitzen getrocknet mit 8 EL Wasser in einem Topf weich kochen. Mit Agavendicksaft abschmecken.

Hühnergeschnetzeltes in Berberitzen-Sauce: 500 g Hühnerfleisch in mundgerechte Stücke schneiden. 1 EL Erdnussöl in einer Pfanne erhitzen und eine Handvoll getrockneter Berberitzen anrösten. Anschließend 1 Stk. klein gehackte Zwiebel dazu geben und glasig dünsten. Das Hühnerfleisch darin anbraten, mit Soja Cuisine aufgießen und das Ganze ca. 15 Minuten bei geschlossenem Deckel auf kleiner Stufe garen. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Michaela Haunold

 

Michaela Haunold

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Michaela Haunold
Dipl. Ernährungstrainerin, Ernährungsberaterin, PranaVita-Practitioner
Tel: 0676 719 52 20
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