Bio-Eck
C-A-F-F-E-E, trink nicht zu viel Kaffee…
„Trink nicht zu viel Kaffee! Nicht für Kinder ist der Türkentrank, schwächt die Nerven macht sie blas und krank. Sei du kein Muselmann, der ihn nicht lassen kann.“
Johann Wolfgang Goethe schrieb diesen Kanon und ihm verdanken wir indirekt die Entdeckung des Koffeins. Über kein Getränk gibt es so viele Mythen und Fakten wie über unseren heiß geliebten „gesunden“ oder „ungesunden“ Kaffee.
Das Glas Wasser zum Kaffee ist nicht nur Tradition in guten Kaffeehäusern, sondern wird oft falsch interpretiert. Es dient nicht dem Ausgleich des fälschlich angenommenen Wasserentzuges, sondern soll die Geschmacksnerven für den Genuss des Kaffeearomas sensibilisieren. Der Mythos, dass Kaffee Wasser entzieht, wurde daher durch neue Forschungsergebnisse widerlegt.
Gerade im Sommer, wenn die Sonnenstrahlen einladen, Kaffee in frischer Luft zu genießen, werden manche von uns von Pollen geplagt. Da Koffein laut neuen Studien u.a. die Eigenschaft besitzt, die Konzentration von Histamin herabzusetzen und Hautzellen vor krebshaften Veränderungen zu schützen, ist also einer zweiten Tasse nichts entgegenzuhalten. Eigenschaften des Koffeins sind auch seine leicht antidepressive Wirkung, es fördert die Konzentration, regt den Geist an und erhöht die Libido. Viele der positiven Effekte des Kaffees werden dem darin reichlich enthaltenen Antioxidantien zugeschrieben.
Ideale Voraussetzungen also für den Kaffeegenuss an einem der wunderbaren Plätze in und rund um Wiens Kaffeehäuser. Blühende Bäume, Sonnenschein, ein freundlich lächelnder Ober im schwarzen Anzug, der einen herrlich, duftenden „Franziskaner“, „Einspänner“ oder „kleinen Braunen“ serviert. Na und vielleicht erblicken Sie beim ersten Schluck über den Rand der Kaffeetasse auch ein nettes Gegenüber. Sollten sie nach der Tasse Kaffee in der Magengegend ein leichtes Druckgefühl spüren, muss es nicht am Kaffee liegen.
Ich möchte ihnen einen wundervollen, genussvollen Sommer in Wien wünschen und schließe meine Kaffeehommage mit den weisen Worten von Paracelsus: „Nur die Menge macht das Gift.“
Melange-Creme
Für 4 Personen
200 ml Espresso, 4 EL Agavendicksaft, 6 Bl Gelatine, 250 ml laktosefreie Milch, 8 Eidotter
Espresso mit Agavensirup leicht erwärmen. Gelatine beigeben und in eine Kaffeetasse gießen, 3–4 Stunden kalt stellen. Aus dem Kühlschrank nehmen. Die Hälfte der Eidotter mit einem Schneebesen über Wasserdampf leicht erwärmen. Auf das Espressogelee geben. Milch mit etwas Agavendicksaft aufkochen, dann vom Herd nehmen und in einen hohen Mixerbecher füllen, die restlichen Dotter zufügen und mixen, bis eine dicke Creme entsteht. Über das Espressogelee geben und sofort servieren.
Tiramisu-Kugeln
2 TL Espressopulver, 125 g Amaranthbiskuit, 200 g Ziegenfrischkäse, 10 g Agavendicksaft, Vanillemark, Mandelaroma, 30 g Kakaopulver
Espressopulver in 80 ml heißem Wasser verrühren. Abkühlen lassen. Amaranthbiskuit fein zerbröseln, mit Espresso beträufeln und 15 Minuten ziehen lassen.
Ziegenfrischkäse, Agavendicksaft, Vanillemark und Mandelaroma cremig rühren und die Biskuitbrösel unterrühren. Kugeln formen und in Kakaopulver wälzen.
Falls sie Fragen haben bzgl. der Verwendung und Rezepten haben, stehe ich ihnen jederzeit per Mail zur Verfügung: info@measanitas.at
Michaela Haunold
|